Wie man einen Knaben gewöhnt

Liebe Geschwister im Herrn:

Das Buch „Wie man einen Knaben gewöhnt" von Michael & Debi Pearl ist wieder auf dem Markt! Der Text und das äußere Erscheinungsbild sind neu überarbeitet und dem englischen Original angepasst worden. Staffelpreise sind wie folgt (zzgl. Porto):

 

Preise (zzgl. Porto ):
01 - 09 St. € 6,15 pro Stück
10 - 49 St. € 5,10 pro Stück
ab 50 St. € 4,05 pro Stück
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Lernen Sie von erfolgreichen Eltern, wie Sie

* gute Gemeinschaft mit Ihrem Kind haben können
* weniger bestrafen müssen
* und völligen Gehorsam bekommen können

 

 


Auszug aus Kapitel 1

Ein Kind erziehen

KINDERERZIEHUNG

„Kindererziehung” scheint für viele Eltern ein Fremdwort zu sein. Ich hatte schon Kinder bei mir im Haus, die ausgereicht hätten, einer elektrischen Getreidemühle einen Nerven-zusammenbruch zu geben. Die Eltern wirken wie Flüchtlinge aus dem zweiten Weltkrieg. Noch eine Stunde mit ihnen, und ich hätte die Gelben Seiten nach billigen Sterilisationsoperationen abgesucht. Während wir versuchen, uns zu unterhalten, rennen die Kinder ständig zur Tür rein und raus, beschweren sich über Misshandlungen durch andere, wollen gehen oder bleiben oder essen oder verlangen ein Spielzeug, das die anderen nicht hergeben wollen. Die Mutter muss ständig aufspringen und irgendeinen zerbrechlichen Gegenstand retten. Sie sagt sechshundert-sechsundsechzig Mal „ nein ” in zwei Stunden. Sie gibt jedem zwei oder drei Mal Klapse auf den Hintern – normalerweise mit ihrer Hand auf die Windel. Außer dass die Wirbelsäule vielleicht verbogen wird, scheint es keinen Effekt zu haben.

Wenn wir davon sprechen, jede Übertretung konsequent mit der Rute zu belohnen, stellt sich diese Mutter nur vor, dass sie ihre Kinder noch brutaler behandelt, wo es doch sowieso nichts nützt. Ihre Strafe ist nur „ Feuerschutz ” , um sich selbst genug Rücken-deckung für die nächste Aufgabe zu geben. Sie hofft nicht, den Willen der Kinder zu brechen, sondern nur sie genug abzulenken, um ihre eigene Mission zu erfüllen.

Eine zweite Mutter kommt mit ihren Kleinen und setzt sich zum Unterhalten hin. Sie sagt ihnen: „ Geht ins Nebenzimmer zum Spielen und stört die Mama nicht, es sei denn, ihr braucht etwas. ” Die nächsten zwei Stunden merken wir gar nicht, dass die Kinder anwesend sind, außer als die Kleine reinkommt, sich die Hose hält und meint: „P ipi, Mama. ” Sie spielen schön zusammen, lösen ihre eigenen Konflikte und erwarten sogar dann keine Aufmerksamkeit, als eine das Schaukelpferd umstößt und eine Beule am Kopf bekommt. Sie laufen nicht rein und raus – es wurde ihnen ja untersagt. Diese Mutter gab ihren Kindern keine Klapse in meinem Haus. Sie brauchte sie auch nicht zu schimpfen. Sie sieht ausgeruht aus.

Als die Kinder gerufen werden, weil es Zeit ist, nach Hause zu gehen, sagt eines: „ Mama, kann ich hierbleiben und mit Susi spielen? ” Sie antwortet: „ Nein, heute nicht. Wir haben zu Hause zu tun. ” Der Kleine hält seine Arme auf und wird aufgehoben. Er fällt der Mutter um den Hals und meint: „ Ich hab dich lieb, Mama. ”

Diese junge Mutter erklärte mir: „ Meine Kinder versuchen so sehr, mir zu gefallen. Sie versuchen so sehr, alles zu tun, was ich sage. Wir haben so viel Spaß zusammen. ” Sie freut sich auf mehr Kinder. Sie sind die Freude ihres Lebens. Es gab eine Zeit, wo das nicht der Fall war.

Durch die Gnade Gottes und durch einfache, biblische Prinzi-pien, wie sie in diesen Seiten zu finden sind, durch Entschlossenheit und ein offenes Herz hat diese Mutter Kinder erzogen, die ihr Freude und Ehre bringen.

GEHORSAMSTRAINING

Training setzt nicht unbedingt voraus, dass, wer trainiert wird, vernunftsfähig ist; sogar Mäuse und Ratten können dazu trainiert werden, auf einen Reiz zu reagieren. Sorgfältiges Training kann einen Hund völlig gehorsam machen. Wenn ein Blindenhund so vollkommen trainiert werden kann, dass sich eine blinde Person auf ihn verlassen kann, durch die Hürden einer Hauptverkehrsstraße geführt zu werden, sollten Eltern dann nicht mehr von einem intelligenten Kind erwarten dürfen? Ein Hund kann dazu erzogen werden, einen schmackhaften Bissen, der genau vor ihm liegt, nicht zu berühren. Kann ein Kind nicht dazu erzogen werden, etwas nicht anzufassen? Ein Hund kann erzogen werden auf Befehl zu kommen, zu bleiben, zu sitzen, ruhig zu sein, zu bringen. Vielleicht haben Sie Ihren Hund nicht so gut erzogen; trotzdem schafft es jeden Tag jemand mit den dümmsten Kötern. Sogar ein ungeschickter Teenager kann in einer Gehorsamsschule zu einem effektiven Hundetrainer erzogen werden.

Wenn Sie warten, bis Ihr Hund unerträgliches Benehmen an den Tag legt, bevor Sie mit ihm reden (oder ihn treten), werden Sie einen fußscheuen Hund haben, der nur rumschleicht um zu sehen, was er anstellen kann, bevor er angeschrien wird. Wo es an Erziehung fehlt, können Sie Ihre Kinder nicht durch Schimpfen oder Strafen zu anständigem Verhalten bewegen, genauso wenig wie es bei Ihrem Hund geht. Keine Art oder Schärfe der Strafe kann einen Mangel an Erziehung ersetzen .

Training funktioniert bei jedem Kind. Training und Erziehung zu vernachlässigen heißt, für sich selbst und für das Kind elende Umstände zu schaffen. Viele von Ihnen haben die Erziehung umgangen und erwarten, dass Strafe allein für anständiges Verhalten sorgen wird.

„ AAACH - TUNG!! ”

Wenn eigenwillige, 18jährige Männer in die Armee kommen, wird ihnen als erstes beigebracht, still zu stehen. All die vielen Stunden Drill sind nur dazu da, Unterordnung des Willens beizu-bringen und zu bekräftigen. „ Aaach - tung! ” ist der Anfang aller Manöver. Stellen Sie sich nur vor, welche Erleichterung es wäre, wenn Sie mit einem Befehl die volle, stille und konzentrierte Auf-merksamkeit Ihres Kindes erlangen könnten. Ein Unteroffizier kann seine Männer zur Achtung rufen und sie dann ohne Erklärung ignorieren, und sie werden weiterhin in dieser Position still stehen, bis sie ohnmächtig umfallen. Das „ Rechts um, Links um, Kompanie - halt! ” hat im Krieg keinen Wert, es sei denn, es ruft bei den Männern sofortigen, bedingungslosen Gehorsam hervor.

Wie im Militär fangen auch zu Hause alle Manöver mit dem Ruf zur Achtung an. Dreiviertel aller häuslichen Probleme wären sofort gelöst, wenn Sie jeden Moment die ruhige, unbewegliche Aufmerk-samkeit Ihres Kindes gewinnen könnten. „ Rückwärts - Marsch! ” übersetzt in Familiensprache wäre „ verlass das Zimmer ” oder „g eh ins Bett. ” Ohne Frage drehen sich die Kinder um und gehen. Das ist in der richtig geführten Familie normal.

„ BRRR, PFERD ”

Wir leben in einer Pferd-und-Wagen-Gemeinschaft, wo immer jemand ein neues Pferd trainiert. Wenn man in einem Pferdewagen auf einer großen Landstraße mit 7,5t LKWs und schwerer fährt, braucht man ein völlig gehorsames Pferd. Man kann sich nicht darauf verlassen, es zur Unterordnung zu peitschen. Ein Fehler, und die jungen Männer fertigen wieder ein paar Holzkisten an und graben zwei Meter tiefe Löcher in den Boden.

Ein Pferd wird zuerst trainiert, still zu stehen und sich zu fügen, wenn es gefangen wird. Es darf sich vor Zügel und Geschirr nicht fürchten. Es muss still stehen bleiben, solange die dreizehn Kinder vor den Eisenrädern stehen, bis sie in den Wagen geklettert sind. Wenn es an einer Straßenmündung angehalten wird, bis die Straße frei ist, darf es nicht seinen eigenen Willen durchsetzen und vor einem 15t LKW auf die Straße treten.

Man muss ein Pferd für alle möglichen Zwischenfälle trainieren. Das geschieht in einer kontrollierten Umgebung, wo Situationen simuliert werden, um die Reaktion des Pferdes zu testen und zu ändern. Das Pferd wird zuerst trainiert, indem es bestimmte Schritte durchmachen muss. Man hält den Zügel, führt das Pferd und sagt „b rrr ” und hält dann an. Weil der Besitzer den Zügel hält, muss das Pferd anhalten. Nach ein paar Versuchen wird das Pferd allein auf den Befehl hin stehen bleiben.

Der Trainer bestimmt den Ton, auf den das Pferd reagieren wird. Wenn man das „ brrr ” schreit, wird das Pferd in der Zukunft nicht anhalten, es sei denn, der Befehl wird ihm zugeschrien. Ein Farmer trainierte seine Pferde mit wildem Gebrüll. Die meisten seiner Nachbarn, die ihren Pferden leise zureden, finden es sehr schwierig, seine Pferde unter Kontrolle zu halten, weil sie nicht so inbrünstig schreien können.

SPRICH LEISE MIT MIR

Ich wollte Baumstämme bewegen mit einem 700 kg schweren Maultier, das mit den Stämmen davon rennen wollte. In einem stressigen Augenblick (– mich packte die Panik) bemerkte ich, wie ich ganz verrückt die Befehle schrie. Der Besitzer rief mich zur Vorsicht: „ Du musst leise sprechen, sonst passt es nicht auf. ” Ich brachte es nie fertig, leise „ brrr ” zu sagen zu einem Maultier, das mit einem 8m langen Baumstamm durchgehen will, an dem mein Fuß durch die Spurkette befestigt ist. Die Moral der Geschichte ist, dass das Tier nicht nur den Laut identifizieren lernt, sondern auch die Stimmlage. Wenn Sie, sobald Sie Ihren Kindern einen Befehl geben, Ihre Stimme immer erheben, dann werden sie lernen, den Ton und die Lautstärke mit Ihrer Absicht in Verbindung zu bringen. Wenn Sie das so eingeübt haben, dann schimpfen Sie nicht, wenn die Kinder Ihre ersten dreizehn „ Vorschläge ” ignorieren und auf die Dezibelzahl warten, bei der sie es als Befehl auffassen müssen.

GEWÖHNEN, NICHT STRAFEN

„ Wie man einen Knaben gewöhnt, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird. ” (Sprüche 22,6) . Gewöhnen, nicht schlagen. Gewöhnen, nicht strafen. Gewöhnen, nicht bilden. Gewöhnen, nicht „ positiv be-stätigen ”. Gewöhnen ist das Element, das am offensichtlichsten in der Kindererziehung fehlt. Gewöhnen ist nicht strafen. Ein Kind wird mehr brauchen als „ Gehorsamstraining ”, aber ohne diesen Anfang wird alles andere ungenügend sein.

Eltern sollten nicht warten, bis das Verhalten ihrer Kinder unhaltbar wird, bis sie es mit Gewöhnen und Erziehen versuchen – das wäre dann Strafe. Strafe ist ein Teil der Erziehung, aber Strafe alleine reicht nicht, richtiges Verhalten hervorzurufen. Gewöhnen heißt, den Verstand eines Kindes zu trainieren, bevor es zur Krise kommt; es ist Vorbereitung auf zukünftigen, sofortigen Gehorsam ohne Frage. Ein Athlet trainiert vor dem Wettkampf. Tiere, auch wilde Tiere, werden trainiert, in einer bestimmten Art und Weise zu agieren und zu reagieren.

Die Frustration, die Eltern erfahren, haben sie unwissendlich selbst geschaffen. Es gibt keine „ schlechten ” Kinder, nur schlechtes Training. Die „ eigenwilligen ”, die überaktiven, die hoch intelli-genten und die schnell gelangweilten Kinder sind nicht verschieden; alle brauchen Training, und Training funktioniert bei allen.

Verstehen Sie bitten, wir reden jetzt nicht davon, fromme Kinder zu erziehen, sondern nur glückliche, gehorsame Kinder. Die Methode, ein Kind dazu erziehen, immer sofort zu gehorchen, kann genauso gut und wirksam von Ungläubigen angewandt werden.

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